im Kunersdorfer Musenhof
im Kunersdorfer Musenhof

Termine:

 

14. 06. 2014 - 14.00 Uhr
Mitgliederversammlung und Wahl des Vorstandes der Chamisso-Gesellschaft e. V.
14. 06. 2014 - 17.00 Uhr
Vortrag von Prof. René-Marc Pille
Wie Chamisso nach Berlin kam: Zur Widerlegung einer preußischen Legende.

 

Resümee

Thema dieses Vortrages ist das Ansässig werden Chamissos in Berlin im Jahre 1796 – der wohl bedeutendste Einschnitt in seiner Vita. Wie wurde diese Familie von französischen Adelsemigranten, der er als fünftes Kind angehörte, auf der Flucht vor der Revolution, in Brandenburg-Preußen aufgenommen? In den herkömmlichen Biographien des deutschen Dichters aus Frankreich ist von einer großzügigen Aufnahme seitens des Königs die Rede. Aus Quellen, die die geschichtliche Wirklichkeit etwas konkreter zu beleuchten vermögen, z. B. Polizeiberichten, geht aber hervor, dass die Übersiedlung der Familie Chamisso nach Berlin keineswegs einem Märchen preußischer Gastfreundschaft glich: Dass sie am Ende doch genehmigt wurde, war das Ergebnis eines langwierigen Prozesses aus Intrigen und Machtkämpfen, in denen es nicht selten um das nackte Überleben ging.

 


28. 06. 2014 - 16.00 Uhr
„Ich aber will auf mich raffen, mein Saitenspiel in der Hand” – Hanns Zischler liest Gedichte von Adelbert von Chamisso, Moderation Ernst Osterkamp.
Eine Veranstaltung mit dem Berliner Schauspieler Hanns Zischler und dem Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp. 

Eintritt: 8,oo €

 


06. 09. 2014 - 16.00 Uhr - Einlass ab 15.00 Uhr

Lesung mit Regina Scheer – aus ihrem neuen Buch „Machandel”, eine umfangreiche Prosaarbeit, die 2009 während des Stipendiums u. a. in Kunersdorf entstand.

Als Clara 1985 ihren Bruder Jan vor seiner Ausreise aus der DDR nach Machandel begleitet, findet sie in dem mecklenburgischen Dorf eine verwunschene Sommerkate. Schon ihr Vater, ein Kommunist und von den Nazis verfolgte Hans Langer, hatte in den letzten Kriegstagen in Machandel Zuflucht gefunden, bevor er im neuen Staat Minister wurde. Doch nun kehrt sein Sohn diesem Staat den Rücken, und Clara engagiert sich in Bürgerbewegungen. Was ist nur aus all den Träumen und Hoffnungen von damals geworden?

Regina Scheer spannt in Machandel den Bogen von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Genegenwart. Sie erzähl aus der Perspektive von Clara, ihrem Vater Hans, dem jungen Dissidenten Herbert, der ukrainischen Zwangsarbeiterin Natalja und der 1943 vor den Bomben nach Mecklenburg geflohenen Emma von den Anfängen der DDR, als die vom Faschismus und Stalinismus geschwächten Kräfte hier das bessere Deutschland schaffen wollen. Sie erzählt von Erstarrung, und Enttäuschung, Lebenslügen und Sich-Einrichten, vom hoffnungsvollen Aufbruch Ende der 80er Jahre und zerplatzten Lebensträumen. © Foto: Martha Mlejnek
Eintritt: 8,oo €

 

18. 10. 2014 - 16.00 Uhr - Einlass ab 15.00 Uhr

Elmar Faber liest aus seinem neuen Buch Verloren im Paradies"

(Aufbau-Verlag Berlin)

Ein Leben zwischen den Untergängen könnte man die Erinnerungen eines deutschen Verlegers nennen, die hier ausgebreitet werden und uns vom Ende der Weimarer Republik bis in die Zeit nach der Wende führen. Leuchtende Tage waren es nicht, die des Autors Generation geprägt haben nach dem Zusammenbruch von 1945 in geteilter Republik, aber trauern sollte man auch nicht, daß man sie gelebt hat. Die Kulturgeschichte wird schon irgendwann fertig werden mit den strapaziösen geistigen und materiellen Erfahrungen des Sozialismus und der sozialen Marktwirtschaft sowie den Verzerrungen, die beide Gesellschaften in den Geschichtsbildern hinterließen. Elmar Faber will dazu beitragen, Fußnoten zum Gang dieses Teils der deutschen Geschichte zu sammeln. In den Stationen seiner Verlegerexistenz leuchtet er exemplarisch den deutsch-deutschen Literaturbetrieb der letzten sechs Jahrzehnte aus, seine Schönheiten, seine Verstocktheiten und seine Gefährdungen. Wie in einem Brennglas sammeln sich in seinen Erzählungen deutsche Kulturbilder aus Ost und West in überraschenden Belichtungen. © Foto: Faber & Faber Verlag

Eintritt: 8,oo €


 

14. 12. 2014 - 15.00 Uhr
Präsentation des Buntbuches Nr. 55 – „Chamisso in Kunersdorf", Autorin Monika Sproll, herausgegeben vom Kleist-Museum Frankfurt (Oder). Die Veranstaltung wird mit Violinen-Variationen von Götz Bernau, der u. a. als Solist und langjähriger 1.Konzertmeister der „Berliner Symphoniker“ bekannt ist, begleitet.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Chamisso-Gesellschaft e. V., des Kleist-Museums Frankfurt (Oder) und des Vereins K. K. Kunst und Kultur im Oderbruch e. V.

Eintritt: 8,oo €

 

Einladung Chamisso
Einladung_Chamisso.pdf
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Wir bitten um telefonische Absprache für Termine außerhalb der Öffnungszeiten.
Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren im Haus und Garten genehmigt werden muss.

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