Chamisso-Literaturhaus im Kunersdorfer Musenhof
Chamisso-Literaturhaus im Kunersdorfer Musenhof

Die Frauen von Friedland – Neue Geschlechterrollen auf dem Land?

 

Die Jahrzehnte um 1800 brachten nicht nur große politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Veränderungen, sie veränderten alle Lebensbereiche der Menschen grundsätzlich.
Bekanntermaßen trafen sich Menschen verschiedener Herkunft und Stände in den berühmten „Berliner Salons“ u. a. im Salon der Rahel Varnhagen, um miteinander zu diskutieren, zu lesen, zu musizieren – Geselligkeit zu pflegen.
Weniger bekannt ist, dass es solche Orte des geistigen Austausches, der Geselligkeit auch auf dem Lande gab.
Man traf sich im Winter vorrangig in Berlin, im Sommer hingegen verlegte man die Salonveranstaltungen aufs Land. In der Mark Brandenburg etablierten verschiedene Adelshäuser einen Musenhof. Neben Kunersdorf sind u. a.  Friedersdorf, Madlitz, Nennhausen und Tamsel zu nennen. So entstanden romantische Verbindungen, es versammelten sich Künstler, Gelehrte, Philosophen an diesen Orten des Austausches und der Geselligkeit.

Seit einigen Jahren widmen sich das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) und die Europa Universität Viadrina der Erforschung der Kultur der ländlichen Musenhöfe beiderseits der Oder. Im Ergebnis dieser Forschungsarbeit entstand gemeinsam mit der Euroregion Pro Viadrina und polnischen Partnern 2012 eine umfangreiche Wanderausstellung „Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder“.

Von der Sommerfrische zum Musenhof - eine Zeitreise in die Geschichte der Frauen von Friedland.

Musen begleiten das Programm „Salons und Musenhöfe um 1800", eine Gemeinschafts-veranstaltung mit dem Kleist-Museum Frankfurt (Oder).

www.kleist-museum.de

 

 

© Archiv: Kleist-Museum Frankfurt (Oder)  ❘  Fotos: M. Prust

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