Henriette Charlotte von Itzenplitz
Henriette Charlotte von Itzenplitz (1772-1848) wird beschrieben als kluge, charaktervolle, aber auch stolze Frau, die Widerspruch nur bis zu einem gewissen Grad duldete. Nach dem Tod der Mutter übernahm sie die Güter und führte sie ebenso fortschrittlich weiter. Besonders ist ihr zu verdanken, dass sich in Kunersdorf ein Zentrum für Kunst, Kultur und Geisteswissenschaften etablierte. Nach dem Vorbild der Berliner Salons um 1800 führte Henriette Charlotte einen sogenannten Musenhof. Dort trafen sich verschiedene Persönlichkeiten der Natur- und Geisteswissenschaft.

Neben dem Verleger und Schriftsteller Friedrich Nicolai, den Brüdern von Humboldt, den Bildhauern Johann Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck hielt sich dort zeitweise Adelbert von Chamisso auf.