Chamisso-Literaturhaus im Kunersdorfer Musenhof
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Die Titelseite des „Verzeichnisses der auf den Friedländschen Gütern cultivirten Gewächse ...”, herausgegeben von C. L. Willdenow, erschienen 1816.


In dem Vorwort des Exemplars der dritten Auflage des „Verzeichnisses der auf den Friedländschen Gütern cultivirten Gewächse ...” beschreibt C. L. Willdenow (1765–1812) Frau von Friedland mit folgenden Worten: „Sie sucht mit seltenem Eifer für Oekonomie und Forstwirtschaft alles zu benutzen, was unsern Himmelsstrich und die oft rauhen Winter zu überstehen im Stande ist ...”  „Die Freunde der Botanik  werden viel äußerst interessante Gewächse darin verzeichnet finden, die wirklich dort vorhanden sind, und die man in mehreren Gärten und Anlagen vergebens suchen möchte.” Sie legte in der Zeit von 1789 bis 1803 eine umfangreiche Pflanzensammlung an, die vom Obergärtner Walter und ihrer Tochter, Henriette von Itzenpliz, ergänzt wurde. Diese Sammlung wurde in einem „Verzeichnis der auf den Friedländschen Gütern cultivirten

 

Gewächse nebst einen Beitrag zur Flora der Mittelmark” 1815 dokumentiert. 1.820 Arten, Formen und Sorten wurden erfasst, in wildwachsende und kultivierte Gewächse und vorrangig nach ihrem ökonomischen Nutzen gegliedert. Neben zahlreichen kultivierten Pflanzen beinhaltete das Pflanzenverzeichnis auch viele botanische Besonderheiten. So nahmen diejenigen eine bevorzugte Stellung ein, die für den Ackerbau auf den Gütern hervorragend geeignet waren. Dazu gehörten Winterroggen, Hafer, Sommergerste, Wintergerste, Erbsen, Sommerroggen, Wicken, Buchweizen, Weizen, Hirse, Flachs, Hanf, Pferdebohnen, Kartoffeln, Linsen, Feldrüben, Raps usw. Das Verzeichnis endet mit einem Text und Anmerkungen von Adelbert v. Chamisso zur Flora Berolinensis von Kunth (1813).

 

 

 

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