Adelbert von Chamisso in Kunersdorf

1781 als Sohn eines Grafen in der Champagne geboren, verließ er infolge der Französischen Revolution seine Heimat und war bis 1806 preußischer Offizier. Nach der Niederlage gegen Napoleon widmete er sich fast ausschließlich den Wissenschaften, insbesondere der Botanik.

Adelbert von Chamisso

In seiner freien Zeit auf Schloss Kunersdorf begann er mit der weltberühmten Novelle „Peter Schlemihls wundersame Geschichte”, die 1814 veröffentlicht wurde. Peter Schlemihl tauscht darin seinen Schatten gegen einen nie versiegenden Geldbeutel. Wegen seiner Schattenlosigkeit wird er gemieden und vereinsamt. Als er seinen Schatten gegen seine Seele zurückbekommen soll, wirft er den Geldbeutel weg und verbringt sein weiteres Leben einsam aber zufrieden als Naturforscher und Privatgelehrter.

Chamisso-Gedenkstein

Die Erzählung beeinflusste zeitgenössische und spätere Künstler. So schrieb E.T.A. Hoffmann eine Geschichte zum verlorenen Spiegelbild und 1908 wurde eine Oper zum „Schlemihl” komponiert.

Die „Chamissolinde”, der „Chamissoplatz” im Park und das „Chamissozimmer” im Schloss zeugten bis 1945 vom Aufenthalt des Schriftstellers. 1988 wurde anlässlich des 150. Todestages ein Gedenkstein aufgestellt.

zurück